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Pop und Pirouetten

In den vergangenen Jahren haben erfolgreich immer wieder kleinere Clubs und Bars ihre Plätze in der Thekenlandschaft Stuttgarts gefunden. Der große Vorteil: Die meisten Kneipen, Diskotheken oder Bühnen sind zu Fuß zu erreichen. Insbesondere das Gebiet um das Kino Metropol, wo der erste Stuttgarter Bahnhof lag (Bolzstr. 4-10), und die Theodor-Heuss-Straße haben sich zum Amüsier- und Ausgehzentrum gemausert. Dazu gibt Stuttgart den richtigen Ton an: Der Schwaben-Hip-Hop ist bundesweit genauso bekannt geworden wie die Labels, die sich erfolgreich um die Newcomer in der Musikbranche bemühen.
Und auch Kulturfreunde werden fernab von Plattenteller und Cocktailshaker bestens bedient: In Stuttgart öffnet sich der Vorhang des größten Dreispartentheaters der Welt, wie das Staatstheater selbstbewusst verkündet. Ballett, Oper und Schauspiel sind unter einem Dach zu Hause. In den Sommermonaten August und September öffnet sich der Vorhang allerdings nicht. Für einen genussreichen Abend stehen außerdem zwei Musicals, mehr als 40 Theater und Konzerte, eine Spielbank, Vernissagen und ein Varieté zur Auswahl.
Die meisten Informationen zum Spätprogramm finden Sie in den beiden monatlich erscheinenden Stadtillustrierten »Prinz« und »Lift«. Einen Kino-, Theater- und Partyplaner gibt es auch unter www.dancefloorstars.de.

  • Bars & Kneipen
  • Bars & Kneipen
  • Ackermanns: Paradies zwischen Connemara und Glenfiddich mit mehr als 100 Whiskeysorten. Da kann ein Abend schon feuchtfröhlich werden, vor allem, wenn der VfB gerade auf der Großbildleinwand spielt.
  • Barcode: Warmes Licht zum kühlen Cocktail, hübsche Dekorationen, Ledersofas, Sessel und Sitzkissen. Über die lange Bar wandern Mojitos, Caipirinhas und Bierflaschen, es gibt Salate, Sandwiches und Käsehäppchen. Bar im Erdgeschoss, Lounge im Keller.
  • Bravo Charlie: Bitte anschnallen und die Sitzplätze einnehmen (von denen es allerdings eher wenige gibt): Im ehemaligen Lufthansa-Stützpunkt gibt sich die Lounge weltmännisch, alle drei Ebenen sind gestylt wie eine Flughafenwartezone. Auf Nachtflügen durch Stuttgarts Partyzonen stärken leckere Suppenkreationen, der Club im Obergeschoss sorgt für musikalische Turbulenzen.
  • Café Weiß: Wahre Kultkneipe mit Butzenscheiben, Kassettendecke und Textiltapeten. Auf der Karte stehen schwäbische Spezialitäten. Gummibärchen und Flips gibt es als Geschenk des Hauses. Angeblich haben schon Willy Brandt, Rainer Werner Fassbinder und die italienischen Nationalkicker in dem rustikalen Café angestoßen. Geißstr. 16
  • Conditorei: Der Name verweist auf die Geschichte dieser gläsernen Ecke, heute rührt die junge Szene im Schaufenster auf kunterbunten Kissen in ihren Cocktails.
  • Deli: Dreiseitig verglaster früherer Szenetreff beim Hans-im-Glück-Brunnen. Ebenso gemischt wie das Publikum - edler Zwirn und Jeans, Stöckel- und Turnschuh - sind Speisekarte und Interieur. Besonders im Sommer könnte man den ganzen Tag auf den Openairplätzen verbringen, zumal für das Frühstück ebenso wie für den abendlichen Cocktail gesorgt ist.
  • Die Bar: Schon allein mit dem Namen ist alles gesagt. Denn der gepflegte Treff im Stuttgarter Westen ist wie eine Blaupause für alle Bars der Welt. Hier genießt man Hochprozentiges, köstliche Cocktails und gedämpfte Musik bei dezentem Licht an der Theke oder in bequemen Sofas. Einfach - die Bar. Augustenstr. 81
  • Mos Eisley: Nein, Han Solo hat hier noch keinen umgelegt. Und Star-Wars-Fans begegnen dem fiesen Jabba auch nur bei einer der tollen Frühstückskreationen namens »Jabba Kingsize«. Ansonsten ist die irdische Filiale aus dem Science-Fiction-Universum ein völlig entspannter Ort, um bei locker-leichten Sounds gutes Essen zu genießen und Passanten zu beobachten.
  • Palast der Republik: Das ehemalige Toilettenhäuschen ist als Szenetränke ein Phänomen: Hier tummelt sich alles auf den Stühlen, Bordsteinen, Treppenstufen oder Mäuerchen. Leckere Crêpes und kleine Snacks. Friedrichstr. 27
  • Rohbau: Cocktail aus Lounge, Bar und Café auf der Clubmeile: Während man sich hier in Teilen auch zum Schlürfen und Tratschen in Separées zurückziehen kann, hängen von der Decke an der schlichten Theke noch die Kabel herunter. DJs sorgen für den richtigen Takt von Jazz bis Disko.
  • Schaufenster Mitte: Und noch eine Theodor-Heuss Adresse: Wenn nicht gerade Theater, Lesungen oder Konzerte stattfinden, bieten sich die Kinosessel an der Fensterfront geradezu zum stilvollen Relaxen an. Dazu nimmt man einen Tee, vielleicht auch einen Rotwein oder sein Frühstück, gerne auch bis 17 Uhr.
  • Schocken: Auf drei Etagen Programm fürs Nachtleben. Mit geschwungener Theke, Livekonzerten und DJing, Kellertanz am Wochenende.
  • Scholz: Pulsschlag für den Marktplatz. Auf zwei Etagen wird der Stil betont und die Gemütlichkeit nicht vergessen. Tagsüber Café für Kuchenfreunde, abends Laufsteg mit Clubappeal und rotierendem Plattenteller. Großes Angebot beim Sonntagsfrühstück.
  • Suite 212: Alles in einem - Café, Bar und Club vom Feinsten. Die dreiseitig verglaste Suite bietet viel Raum und Programm vom Frühstückskaffee bis zum letzten Drink. Im Sommer und an lauen Abenden angesagter Treff auf der Straßenveranda. Seit September 2005: der Club »Vice 5« mit separatem Eingang.
  • Waranga: Wer Stuttgarts In-Crowd beim eifrigen Küsschentausch beobachten möchte, ist auf dem Kleinen Schlossplatz richtig. Schöne, wohlgekleidete Menschen lassen sich im Sommer auf der großen Freifläche hinterm Kunstmuseum durch die lauen Nächte treiben, während im Winter puristisches Interieur aus Holz und Leder zum Bleiben animiert. Cocktails versüßen das Leben ebenso wie kleine Snacks und das Frühstück von 11 bis 18 Uhr.
  • Zeppelino's: Zwischen Zigarrenrauch und Reuter-Börsenterminals können Sie sich in den schweren Ledersesseln fläzen, international speisen oder von der großen Cocktailkarte schwärmen.
  • Diskos & Clubs
  • Diskos & Clubs
  • Boa: Die kleine Kellerdisko ist seit mehr als zwei Jahrzehnten im Stuttgarter Nachtleben dabei. Der Montag ist mit Soul und Dancefloor der Renner, donnerstags lockt der After Work Club. Ab und zu gibt's auch reine Frauenpartys.
  • Ciné Colibri: Nur noch die Visuals auf der großen Leinwand erinnern daran, dass der Club früher eines der ältesten Kinos Stuttgarts beherbergte. Heute regiert die elektronische Musik, und abwechslungsreiche Veranstaltungsreihen machen den kleinen Partyvogel zu einer der spannendsten Locations Stuttgarts.
  • LKA:  Rock, Crossover, Alternative- und Metalshows sind im Stadtteil Wangen zu Hause. In den 1980er-Jahren war der »Longhorn-Kultur-Austausch« - so der offizielle Name - wegen der vielen US-Soldaten aus den Kasernen der größte Country & Western-Saloon außerhalb der USA. Heute ist das LKA vor allem Diskothek und Konzerthalle für internationale Konzerte und feste Themenabende. Zum Abtanzen gibt's donnerstags Classic Oldies aus den 70ern, freitags Musik der 80er und samstags Independent, Grunge, Alternative und Crossover.
  • M1:  Der Betonbunker gilt als einer der besten Tanztempel Deutschlands. Der Club auf dem alten Bosch-Firmengelände hat zwei Dancefloors, eine Lounge und verschiedene ruhigere Bars sowie rund 600 Garagenplätze an der Liederhalle. Die Liste der Gäste-DJs trägt so klangvolle Namen wie Sven Väth und Westbam. M1 gibt auch eigene CDs heraus.
  • Perkins Park: Seit zwei Jahrzehnten dreht sich im Park am Killesberg der Plattenteller. Das Ambiente rund um Marmorbars und Spiegel ist lässig und edel. In den beiden Clubs kann man sich tänzerisch zu fast allen Musikrichtungen ausleben.
  • Romy S.: 1970er- und 1980er-Sounds im 1970er-Ambiente mit weißem Stuck und abgesetztem Gold. Tipp: der 12inch-Club für die Älteren.
  • Röhre: Heiß, hart und ein wenig düster geht es zu im nie zu Ende gebauten Straßentunnel. Der Stuttgarter Klassiker hat Indie, Rock, Hardcore und ab und zu auch Hip-Hop im Angebot. Sehr oft röhrt auch Alternative Rock.
  • Zapata: Bühne, Tanztempel, ein Ort mit magischem Ambiente und Salsathek - das Ganze in einer riesigen Lagerhalle. Allein die Inneneinrichtung in den vier Räumen mit unterschiedlicher Musik von Hip-Hop über Reggae und Salsa bis hin zu House ist einen Besuch wert. Tipp: die Buena Vista Lounge für alle, denen die Ohren dröhnen.
  • Kinos
  • Kinos
  • Atelier am Bollwerk: Ein Qualitätshaus fern der Hollywood-Kultur mit drei Sälen. Regelmäßig werden Previews veranstaltet, Eintrittskarten sind auch übers Internet zu bestellen.
  • Corso: Etwas außerhalb der Innenstadt sprechen die Leinwandlieblinge ihre Originalsprache.
  • Delphi: Meistens hollywoodunabhängige Produktionen, auch sehenswerte Raritäten aus Skandinavien, Kurdistan oder Fernost.
  • Kommunales Kino: Das »Koki« ist das letzte echte Programmkino der Stadt. Es greift mit seinen Themenreihen und Festivals tief in die historische Filmkiste und nimmt dabei besondere Rücksicht auf europäische Werke.
  • Oper & Ballett
  • Oper & Ballett
  • Ballett: Leichter Tanz mit großer Klasse und oft klassischem Anspruch - die Stuttgarter Compagnie hat ihren festen Platz in der Europaliga der Ballette. Zunächst formte der legendäre John Cranko die Gruppe zwischen 1961 und 1973, später tat es Marcia Haydee, und derzeit hat Reid Anderson die Leitung inne. Crankos klassische Handlungsballette wie etwa »Romeo und Julia« werden nach wie vor im häufig ausverkauften Opernhaus gespielt. Beliebt sind auch die Ballettabende mit mehreren kürzeren Tanzinszenierungen, bei denen vor allem Hauschoreograf Christian Spuck immer wieder für Begeisterungsstürme bei den Stuttgarter Ballettenthusiasten sorgt.
  • Musical: Mit seinen Musicals »Wicked«, »Blue Man Group« und ab November »We Will Rock You« sowie verschiedenen Kinderstücken ist Stuttgart die größte Musicalstadt im deutschen Süden. Vor oder nach dem abendlichen Romantikausflug mit Kaiserin Sissi und der Popkomödie mit Hits des schwedischen Quartetts laden die Colonnaden des SI-Centrums mit Shops, Themenrestaurants oder dem Spielkasino zum Bleiben ein.
  • Staatsoper: Das kulturelle Aushängeschild der Stadt. Knapp eine halbe Million Menschen besuchen die rund 900 Veranstaltungen im Jahr. Vier Mal konnte das Haus unter Leitung von Klaus Zehelein und mit einem Mix aus zeitgenössischer Musik und Klassikern die Lorbeeren als beste Oper in Deutschland gewinnen. Der Chor ist nach wie vor Spitzenreiter in den deutschsprachigen Opern. Viel beachtet ist auch die Junge Oper Stuttgart im Kammertheater im Haus der Neuen Staatsgalerie. Dort werden seit 1997 Inszenierungen gezeigt, die speziell in oder mit Schulklassen vorbereitet werden und den Einstieg in die Opernwelt erleichtern sollen.
  • Theater & Kleinkunst
  • Theater & Kleinkunst
  • Altes Schauspielhaus: Hinter der charakteristischen Jugendstilfassade und mitten in der Stadt heißt es Vorhang auf für klassische und modernere Kammerspiele. Jährlich zählt das Haus rund 100 000 Besucher bei den Stücken von Williams, Brecht, Shaw oder auch Felix Huby, der seinen »Kommissar Bienzle« auf der Bühne einen Mord aufklären lässt. Unter der Kuppel des Hauses, im Theater unterm Dach, werden Ein- bis Zwei-Personen-Stücke gegeben, sehr interessant sind die Führungen hinter den Kulissen.
  • Friedrichsbau Varieté: Akrobatik, Magie, Comedy und Kulinarisches werden seit 1994 unter Tage geboten. Und das nicht nur abends: Beim »Varieté zum Tee« können Sie zum bunt gemischten Programm bereits am Nachmittag Kaffee und Kuchen genießen. Die Programme wechseln alle sechs bis acht Wochen. Vorstellungen
  • Komödie im Marquardt: Stuttgarts einzige Boulevardbühne, und das bereits seit den frühen 1950er-Jahren. Gespielt werden vor allem Lustspiele à la Broadway, Komödien, Krimis und Musicals, hin und wieder auch schwäbische Volksstücke.
  • Renitenz Theater: Auf der kleinen Bühne haben Größen des deutschen Politkabarett wie Mathias Richling, Thomas Freitag und Christoph Sonntag ihre ersten Erfolge gefeiert. Beim jährlichen Kabarettfestival »Stuttgarter Besen« werden die besten Nachwuchskabarettisten ausgezeichnet.
  • Schauspielhaus: Das Staatstheater bietet anspruchsvolles Schauspiel, das auf mehr als 10 Bühnen in der Stadt dargeboten wird, vor allem aber im Schauspielhaus am Eckensee. Nachdem zur Saison 2005/2006 der Dresdner Regisseur Hasko Weber die Leitung übernommen hat, stehen Themen im Vordergrund. Das Motto »Faust« zieht sich daher durch die gesamte erste Spielzeit. Neue und innovative Inszenierungen wie »High Fidelity« oder Elfriede Jelineks »Das Werk« gehen im Theater im Depot, einer ehemaligen Straßenbahnwartungshalle (Landhausstr. 188/1), über die Bühne. Nachtschwärmer können hier bei der Reihe »Spätlese« ab 22 Uhr Kultur zu später Stunde genießen. Sehr beliebt sind auch die Gastspiele in der mobilen Minibühne Kiste, daher sollten Sie rechtzeitig reservieren.
  • Theater Rampe: Ambitionierte Kleinbühne mit zeitgenössischen Stücken deutscher Autoren, mit vielen eigenen Produktionen und Gastspielen im Wartebahnhof der Straßenbahn. Ein Theatermekka für Ur- und Erstaufführungen.
  • Theater in der Badewanne: Kindgerechtes Puppen- und Marionettentheater mit Masken, Schatten und Figuren. Das Publikum sitzt wie in einer Badewanne, gespielt werden Märchen, phantastische Kindergeschichten, aber auch Komödien. Programm von Mai bis November.
  • Theaterhaus: Kultur satt findet sich in der ehemaligen Rheinstahlhalle auf dem Pragsattel. Ob Jazz, Literatur, Rock und Pop, Kabarett, Comedy, politische Diskussionen oder zahlreiche Festivals, der geschmackvoll renovierte Veranstaltungsort mit dem Flair der Industrievergangenheit zählt zum Spannendsten, was Stuttgart in Sachen gehobener Unterhaltung zu bieten hat.
 
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